Royaler Aufwand für´s „Könixxtreffen“

Das Jubiläumskonzert von Virgin Schallplatten

Mit einem spektakulären Open-Air-Konzert feierte Virgin Schallplatten am 31. August in München den 20. Geburtstag. Bei Kaiserwetter sahen sich bis zu 12.000 Besucher auf dem Königsplatz den neunstündigen Event an. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Peter Gabriel, der erstmals seit 1994 wieder auf einer deutschen Bühne zu sehen war. Weitere Glanzpunkte waren die Künstler Bryan Ferry, Reamonn, Hubert von Goisern, The Ark, Slut und Heyday.

Dem Anlass entsprechend royal war der gesamte Aufwand beim „Könixxtreffen“. Die Ausmaße des Königsplatzes haben die von zwei großen Fußballfeldern. Eine 33 Meter breite, 18 Meter tiefe und 14 Meter hohe Konzertbühne stand vor den Propyläen. Die historischen Gebäude Glypothek und Antikensammlung begrenzen seitlich den Königsplatz, und wurden ab der Dämmerung zusätzlich mit 45 Scheinwerfern hell erleuchtet.
Die technische Leitung der Veranstaltung lag in den bewährten Händen des Projektmanagers Claus Volland. Er koordinierte das gesamte Personal und Material während der 7 Tage dauernden Produktion, einschließlich Auf- und Abbau. 4.100 Stunden waren 50 Personen mit der Durchführung sowie mit Vor- und Nachbereitungen beschäftigt. Zum Konzert wurden 15 Eingangsschleusen errichtet, 2.000 Meter Einzäunungen sowie 300 Meter Wellenbrecher zusammengefügt, 9 Produktionscontainer eingerichtet, 170 Meter Gastronomiestände aufgebaut, ein Cateringzelt für das Personal mit einer Größe von 250 Quadratmeter sowie zwei große Festzelte für 3.800 VIPs wurden ausgestattet. Die örtliche Veranstaltungskoordination lag bei BSE Konzerte.

Für die Bühne haben 30 Ton- und Lichttechniker von Yousound Showtechnik 400 kW Licht auf 300 Lampen verteilt, sowie 92 kW Ton über 160 Kanäle mit 6000 Meter Tonkabel verlegt. 80 Meter Trussing und 20 Motoren wurden in die Bühne gebaut. 45 LKW lieferten 80 Tonnen Material an und 4 Sattelschlepper waren für die Verteilung vor Ort erforderlich. Die verwendeten Gerüststähle aneinandergereiht würden einmal um die Erde reichen. 150 Sicherheitskräfte sorgten für einen friedlichen Verlauf des Events.
Ein gemeinsames Redaktionsteam von Virgin Schallplatten und Creative Art Production plante die Fernsehproduktion des „Könixxtreffens“. CAP Solutions produzierte mit einer 60-köpfigen TV-Crew die Aufzeichnung, von der es gegebenenfalls später TV-Sendungen und eine DVD geben wird.
Der TV-Dienstleister TopVision stellte den großen digitalen Übertragungswagen Ü4. Alle Bewegungen der Künstler und die gesamte Szenerie wurden von 13 Kameras, inklusiv einer Superzeitlupe eingefangen. Der 17 Meter Galaxy-Kran von Panther, ein 6 Meter Kamerakran und der in 900 Meter Entfernung von der Bühne stehende 70 Meter hohe Teleskop-Lift von Roggermaier, per Drahtlosstrecke mit dem Ü-Wagen verbunden, lieferten ein großartiges Panorama. 14 abgesteckte MAZen (Digital Betacam) zeichneten insgesamt 108 Videobänder vom Konzert auf.
Ein ganzer Stab von Toningenieuren und Tontechnikern bemühte sich erfolgreich um den guten Sound. Die Akustik war auf dem großen Areal hervorragend. Alle Töne des Konzertes wurden für die DVD-Produktion mit 48-Spur-Aufzeichnungsgeräten festgehalten. Der Bayerische Rundfunk übertrug in Bayern 3 das Konzert teils live und sendete an mehreren Tagen Specials mit Reportagen und Künstlerinterviews. Zu hören und zu lesen ist diese über die Bayern 3 Homepage.
Über zwei 12 Quadratmeter LED-Videowalls, die links und rechts neben der Bühne hingen, produzierte in den Bühnen-Umbaupausen die zweite Bildregie im Ü4 ein unterhaltsames Programm für die Zuschauer, unter anderem mit Videogrüßen von Mick Jagger von den Rolling Stones und anderen Virgin-Künstlern. Die Videowalls waren während des Konzertes mit jedem der 13 Kamerasignale beliebig belegbar. Ein weiterer Bildmischer, legte die zum Programmbild adäquaten Bilder auf die Videowalls.
Die Regie bei der TV-Aufzeichnung führt Thomas Strobl, der auch für die deutschen Livebilder beim Finale der Fußball-Weltmeisterschaft in Japan verantwortlich war.
Ein extra Kamerateam mit Virgin-Redakteurin und Moderator interviewte die große Schar der attraktiven Künstler, Geburtstagsgäste und VIPs im Backstage-Bereich als auch auf der Aftershow-Party. Am Mittag des Veranstaltungstags wurden die auftretenden Künstler und das Konzertprogramm auf einer international besetzten Pressekonferenz im Hard Rock Café in München präsentiert.
Über die Internetpräsenz www.koenixxtreffen.de konnten sich Besucher und Zuschauer bereits im Vorfeld des Open-Air-Konzertes informieren. Zwei Webcams von Lomtex, lieferten kontinuierlich ab Beginn des Aufbaues und bis zum Abbau pro Stunde ein Foto von den Motiven Konzertbühne und Königsplatz. Während des Konzertes übertrugen diese Webcams automatisch jede Minute ein neues Bild. 16.000 Internetnutzer sahen sich diesen Service an. 20.000 Besucher mit 200.000 Seitenabrufen verzeichnete die Homepage nach der einwöchigen Produktion. Videogrußbotschaften von vielen Virgin-Stars, News, das Line Up und ein Ticket-Service wurden tausendfach abgerufen und rundeten das Angebot auf der Domain ab. Über die Homepage www.koenixxtreffen.de können weiterhin Fotos und Videosequenzen sowie Hintergrundinformationen abgerufen werden.
Einen besonderen Service bot kurzfristig T-Online an. Kostenlos konnte das Jubiläumskonzert im Internet am heimischen PC gesehen werden, was 4.000 Nutzer taten. Dazu arbeiteten 2 Techniker vor Ort an einem Multistreamer mit 3 Capturekarten zum enkodieren der drei Bandbreiten (analog, ISDN, T-DSL). Ein Redundanzsystem und eine unterbrechungsfreie Stromversorgung liefen parallel, um etwaige Ausfälle sofort zu kompensieren. Über einen Router wurden 10 ISDN B-Kanäle gebündelt um das Programmbild des Ü-Wagens und den Stereoton für das Internet bereitzustellen. Ein permanentes Monitoring der drei Bandbreiten über das T-Online Service Control Center sowie der Systemauslastung im T-Online Rechenzentrum in Darmstadt und der Überwachung aus "Usersicht" vor Ort via T-DSL sicherten eine störungsfreie und qualitativ hochwertige 8-stündige Übertragung. Die Konzerte von Bryan Ferry und Reamonn sind noch bei T-Online als „pay per view“ zu sehen.

Hoch zufrieden äußerten sich letztendlich alle Beteiligte und der royale Aufwand für das „Könixxtreffen“ hatte sich in jeglicher Hinsicht gelohnt. „Es war die größte Geburtstagsfeier, die diese Stadt in den letzten Jahren erlebt hat“, schrieb danach die Abendzeitung München.